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Geräuschwelten Festival 2017

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10.12.2017
aufabwegen präsentiert:
– Geräuschwelten Festival 2017 –

Einlass 17:30h, Konzerte ab 18.00h (!)
Konzerte von:
O Yuki Conjugate (UK)
- erstmals live in Deutschland -
UnicaZürn (UK)
Stephen Thrower (Coil, Cyclobe) & David Knight (Shock Headed Peters)
Troum (D)
Moleglove (D)
neues Projekt von Column One & Rashad Becker

Eintritt: 15,00 EUR

Alle Konzerte finden statt in der:
Black Box/cuba-cultur, Achtermannstr. 12, 48143 Münster

Tickets an der Abendkasse oder im Vorverkauf unter
zipo [at] aufabwegen.com

INFORMATIONEN:
Zum vierten Mal findet das Festival „Geräuschwelten“ in Münster statt. Das Festival widmet sich den verschiedensten Spielarten der experimentellen elektronischen Musik, wobei das Element des Geräuschhaften im Mittelpunkt steht. Die Künstlerinnen und Künstler verstehen sich als Soundmanipulateure, die gefundene Alltagsklänge in ihre Stücke integrieren – egal, ob sie songhafte Stücke, freie Geräuschimprovisationen oder beatlastige Tracks produzieren. „Geräuschwelten“ wirft ein Schlaglicht auf eine internationale Szene, die sich irgendwo zwischen musique concrete, Brian Eno und Industrial Music verorten lässt. Die auftretenden internationalen Musikerinnen und Musiker emanzipieren das Geräusch von Zweckzusammenhängen und präsentieren eine eigene Geräuschästhetik.
Das „Geräuschwelten“ Festival wird vom Kölner Label aufabwegen veranstaltet und in Kooperation mit dem cuba cultur und dem Kulturradio WDR 3 produziert. Der Westdeutsche Rundfunk schneidet alle Konzerte live mit und sendet Ausschnitte und Künstlerinterviews in zwei zweistündigen Sendungen im Januar 2018. Die Sendetermine sind: WDR 3 open sounds, mit Raphael Smarzoch, 13.01.2018 22:04-24:00 Uhr, Geräuschwelten Münster 2017 (I), UnicaZürn und O Yuki Conjugate sowie am 20.01.2018 22:04-24:00 Uhr, Geräuschwelten Münster 2017 (II), Moleglove und Troum.

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Künstlerinformationen

O Yuki Conjugate (UK)

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O Yuki Conjugate spielen erstmals live in Deutschland!
1982 in Nottingham aus den Nachwehen des Post Punk und Post Industrial entstanden sind O Yuki Conjugate nun seit 35 Jahren in wechselnden Besetzungen aktiv. Die Gruppe variiert ihren Sound um die Gründungsmitglieder Andrew Hulme und Roger Horberry; die Stilistik reicht von frühen post-industriellen Rhythmusexperimenten über elektronische Ambient Musik bis hin zu experimentellen Soundscapes, die Musik nicht-westlicher Kulturen inkorporieren. OYC haben acht Alben herausgebracht, die vielfach wiederverröffentlicht worden sind: Scene in Mirage 1984, Into Dark Water 1987, Peyote 1991, Equator 1995, Primitive 1996, The Euphoria of Disobedience 2006, OYC25 2009, Ambiguism 2010 (vinyl box set retrospective), Tropic 2017. OYC haben die Musik für die US Filmemachergruppe Lullskull zu ihrer Web Serie Northbound geschrieben. Beide Mitglieder der Gruppe sind noch in weiteren Projekten aktiv.
www.oyukiconjugate.com

 

UnicaZürn (UK)

unicazuern

David Knight (guitar, synthesizers)
Stephen Thrower (reeds, keyboards)

UnicaZürn gingen 2009 aus dem größeren Live-Improvisations-Ensemble The Amal Gamal Ensemble hervor. Auch die Musik von UnicaZürn hat ihre Wurzeln in der freien Improvisation wird aber im Studio neu strukturiert und manipuliert.
UnicaZürn haben bereits mehrere Kassetten und Vinylveröffentlichungen im Selbstverlag herausgegeben, bis 2017 ihre LP „Transpandorem“ beim renommierten Londoner Label TOUCH erschien (u.a. Fennesz, Biosphere). Im Sound voin UnicaZürn finden sich Anklänge des progressiven Sounds der 1970er (Roxy Music, Tangerine Dream), spleenige Soundmanipulation, die an Elektroakustik oder akusmatische Musik der französischen Prägung erinnern und zupackende, Post-Industrial-Attacken.
Beide Musiker sind seit den 1980ern in den britischen Experimental-Szene aktiv. David K war Gitarrist und Co-Writer der einflussreichen Wave-Pop-Diva Danielle Dax und spielte bei der Prog-Doom-Band Shock Headed Peters mit Karl Blake. Bis heute betreibt er sein Soloprojekt Arkkon, mit minimalistischer Elektronik. Stephen Thrower war acht Jahre Mitglied der Gruppe Coil, eine der einflussreichsten und wichtigsten Bands der zweiten Phase der Industrial Music. Er steuerte vor allem Bläser bei und ist unter anderem auf den Alben Scatology, Horse Rotorvator und Love’s Secret Domain zu hören. Heute spielt er mit Ossian Brown im electro-psychedelic duo Cyclobe, das als legitimer Nachfolger von Coil gilt. Stephen Thrower schreibt außerdem Filmmusik und publiziert umfassend zum Horrorfilm.
www.unicazurn.com

 

Troum (D)

TROUM_by_Sylwia_Partyka

Das Bremer Duo TROUM entstand 1997. Die beiden Mitglieder “Glit(s)cH” und “Baraka[H]” waren zuvor in der einflussreichen Post-Industrial-Gruppe MAEROR TRI (1988-1996) aktiv. TROUM ist die Altdeutsche Bezeichnung für “Traum”. Der Traum als zentrale Manifestation allen Unbewussten symbolisiert die Haltung in TROUMs Musik, bei der es darum geht, den Hörer in einen hypnotisierenden Traumzustand zu entführen, vorsprachlich und ursprünglich. Die Kompositionen von TROUM vereinen Elemente aus Post-Industrial, Dark Ambient und Minimal/Drone Musik. Es kommen Gitarre, Bass, Stimme, Akkordeon, Mundorgel, Flöten, Gongs, Feldaufnahmen und Elektronik zum Einsatz. TROUMs Klangwelten könnten als „ambient industrial” oder “transcendental drone” beschrieben werden. TROUM haben zahlreiche Tonträger auf internationalen Labels veröffentlicht und betreiben mit TRANSGREDIENT Records ihr eigenes Label.
www.troum.com

Moleglove (D)

moleglove_foto_michael_heindrich

Moleglove entstand aus den Trümmern der notorischen Column One. Das Berliner Triumvirat aus Robert Schalinski, Rashad Becker und Jürgen Eckloff entschieden sich, ihre Masken fallen zu lassen und ihren Fokus von der Performance auf den Sound zu verlegen. Die Herangehensweise der drei gestandenen Akteure der zeitgenössischen Elektronikszene könnte als absolute Musik bezeichnet werden. Klänge werden herausgearbeitet und von der realen Welt isoliert. Abstraktion ist der Schlüssel, der eine immersive und intensive Erfahrung entstehen lässt. Die Klangwelt von Moleglove speist sich aus einem Interesse an unheimlichen und verwirrten Sounds. Die musikalische Entsprechung zu von Samuel Becketts Molloy verschlungen zu werden. (Niels Latomme)